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Angelina

Angelina arbeitet im WWD der PI Flughafen und hat die Entwicklung von der kleinen Nebenwache zur heutigen Fachinspektion miterlebt. Sie kennt die besonderen Herausforderungen ihrer Dienststelle und bringt große Verbundenheit zu ihrer PI und den Kolleginnen und Kollegen mit. Als Personalratsmitglied setzt sie sich engagiert dafür ein, dass Probleme früh erkannt, Anliegen ernst genommen und Arbeitsbedingungen verbessert werden. Sie ist jemand, der nicht zuschaut, sondern anpackt – für ihre PI, für ihr Team und für die GdP.

1. Wer bist du und was machst du aktuell?
Ich heiße Angelina und bin WDF’in in der PI Flughafen.

 

2. Wie verlief deine Laufbahn bei der Polizei bisher?
Nach einem kurzen Zwischenstopp in der BePo Potsdam kehrte ich vor mittlerweile über 15 Jahren zurück in meine Praktikumsdienststelle. Seitdem bin ich – mit kleineren Unterbrechungen durch ELZ und Stationen im Rahmen des PEPs innerhalb und außerhalb der Pol BB – im Schönefelder WWD Teil der Entwicklung von der kleinen Nebenwache mit kleinem Flughafen hin zu einer Fachinspektion mit einem Großstadtflughafen. Meine PI zeichnet sich durch ein Aufgabenfeld aus, das es so in Brandenburg kein zweites Mal gibt und das bei Außenstehenden oft Fragen aufwirft. Die Landesgrenze zu Berlin, die PI- und PD-Grenzen, die extrem schnell wachsende Gemeinde und vor allem die umfangreichen Aufgaben (aller unserer OEs) am und um den Flughafen herum bieten ein breites Aufgabenfeld und Kontakt (und auch Reibungspunkte) zu den verschiedensten Behörden und Institutionen.
Das alles ist nicht jedermanns Sache, aber ich komme jeden Tag freiwillig und gern in meine PI und liebe meinen Job. Ich weiß aber auch, wie wichtig gute Ansprechpartner sind, weil das Leben (dienstlich und privat) echt hart sein kann.

 

3. Warum möchtest du Personalrat werden?
Jeder braucht einmal Hilfe und diese muss vielseitig und umfangreich sein. Die Kombination aus guten Kollegen, guten Vorgesetzten, einer starken Gewerkschaft und einem engagierten Personalrat sind die Grundlage dafür, dass jedes Problem – von klein bis groß – bewältigt werden kann.
Ich bin bereits seit ein paar Wahlperioden ständiges (nicht freigestelltes) Personalratsmitglied. Und ehrlich gesagt kostet es Nerven und Organisationsgeschick, sowohl meinen Aufgaben als Personalratsmitglied als auch meinen Aufgaben als WDF so nachzukommen, wie ich es von mir selbst erwarte. Aber meine Kollegen haben es verdient, dass sich jemand für sie einsetzt und sich für die bestmöglichen Arbeitsbedingungen stark macht.

 

4. Welche Themen sind dir als Personalrat besonders wichtig?
Der Personalrat arbeitet zu einem großen Teil für die breite Masse an Kollegen unbemerkt. Wenn wir früh genug informiert werden, können wir nämlich Probleme lösen, bevor sie sichtbar werden. Deshalb ist es wichtig, dass jeder Bereich gute Vertreter hat.
Ich bin ein Kind des WWDs und meine besondere Verbindung zur PI Flughafen kennt jeder, der mich kennt. Ich kämpfe mit Herzblut für meine Kollegen und meine PI, weil es mir nicht egal ist, unter welchen Bedingungen meine Kollegen arbeiten und weil sie ein Recht darauf haben, dass ihre Sorgen, Nöte und Bedürfnisse gesehen und ernst genommen werden.

 

5. Was bedeutet dir die GdP – persönlich und beruflich?
Ich war schon als Kind in mehreren ehrenamtlichen Vereinen und habe dort, wie auch in unserer Siedlung, erlebt, wie wichtig starke Interessenvertreter sind. Für mich war meine Mitgliedschaft in der GdP damit quasi von Tag 1 in Basdorf an alternativlos. Und ohne die GdP hätte ich mir wohl für die letzten Monate meines Studiums eine neue Bleibe suchen müssen, weil der Umzug der Polizeischule von Basdorf nach Oranienburg während meines Studiums eigentlich den sofortigen Wegfall unserer Unterkünfte bedeutet hätte.
Die GdP hat mir also schon sehr frühzeitig und danach immer mal wieder in verschiedenen Situationen – durch Rat und Tat, durch das extrem gute Netzwerk und den Rechtsschutz – geholfen. Und auch die ein oder andere Freundschaft ist durch den gemeinsamen gewerkschaftlichen Kampf entstanden. Egal welches Problem ich habe oder welche Frage aufkommt – mir fällt immer ein Kollege ein, den ich fragen kann, weil ich mittlerweile so gut vernetzt bin.
Für mich ist aber ein im Alltag oft vergessener Fakt der wirklich entscheidende, warum es ohne meine GdP nicht geht: Im Leben wird einem ja generell nichts geschenkt. Aber keine Verbesserung, die ich in den mittlerweile gut 20 Jahren bei der Brandenburger Polizei erlebt habe, hätte es ohne die GdP gegeben. Die GdP ist ständig – oft für die breite Masse unsichtbar – im Gespräch mit Entscheidungsträgern und stellt gegebenenfalls an den sinnvollen Stellen Öffentlichkeit her. Sie legt immer mehr als nur einen Finger in die Wunde und kämpft ständig gegen Verschlechterungen und für Verbesserungen. Die GdP steht dabei immer mit Fakten, Argumenten und Zahlen parat. Wer das Glück hat, bei solchen Gesprächen einmal Mäuschen zu spielen, weiß, wie beeindruckend und essenziell das ist.

 

6. Was sollten deine Kolleginnen und Kollegen sonst noch über dich wissen?
Ich kann nicht zusehen, wenn Dinge gegen die Wand fahren. Deswegen bin ich auch außerhalb der Polizei, der Gewerkschaft und des Personalrates gefühlt immer im Einsatz für Menschen und Dinge, die mir wichtig sind. Und meine konstruktive Kritik versuche ich immer an der entsprechenden Stelle anzubringen.
So gebe ich zum Beispiel nicht nur ehrenamtlich Schwimmunterricht und unterstütze verschiedene Projekte in meiner Wohngegend, sondern ich habe neben mehreren Patenkindern auch einen Patenvogel. Außerdem bin ich Interessenvertreterin in unserer Siedlung und organisiere dort nicht nur kleine Projekte oder nette Zusammenkünfte wie Senioren-Cafés, sondern gehe auch gern Politikern auf die Nerven, wenn es nötig ist.
Das alles ist nicht nur erfüllend und spaßbringend, sondern auch herausfordernd und zum Teil sehr anstrengend und schwierig. Aber es kostet neben jeder Menge Zeit vor allem Herzblut. Und ohne den entsprechenden – und für viele unsichtbaren – Rückhalt zu Hause würde das nicht funktionieren.

 

7. Was ist ein Satz, der dich beschreibt?
Es bringt nichts, in der Raucherecke vor sich hin zu meckern; man kann nur etwas verbessern, wenn die konstruktive Kritik an der richtigen Stelle ankommt und man Dinge selbst in die Hand nimmt.

Was ist der Personalrat?

Der Personalrat der Polizei Brandenburg hat die Aufgabe, die Interessen aller Polizeibeschäftigten in Brandenburg zu vertreten. Er setzt sich dafür ein, dass eure Rechte gewahrt und Sorgen ernst genommen werden. Ob bei Einstellungen, Versetzungen, Arbeitszeitregelungen oder Konflikten im Dienst – der Personalrat ist an eurer Seite und sorgt dafür, dass Mitbestimmung kein leeres Versprechen bleibt.

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