
Kerstin Ohde
Kerstin Ohde gehört zu den Kolleginnen, die ihre Polizei von Grund auf kennen. Sie hat viele Entwicklungen begleitet, Veränderungen mitgetragen und anspruchsvolle Situationen gemeistert. Genau diese Erfahrung zeichnet ihre Arbeit im Personalrat aus. Kerstin lebt die Personalratsarbeit mit Leib und Seele: nah an den Menschen, verbindlich und mit viel Rückgrat.
1. Wer bist du und was machst du aktuell?
Mein Name ist Kerstin Ohde, ich bin die Vorsitzende des Personalrates der PD Süd und als solche freigestellt.
2. Wie verlief deine Laufbahn bei der Polizei bisher?
Nach meiner Ausbildung im mittleren Polizeivollzugsdienst war ich im Wach- und Wechseldienst des Schutzbereiches Dahme-Spreewald im Revier Lübben tätig. Mein Dienstgruppenleiter stellte mich breit auf und ermöglichte mir viele Entwicklungsmaßnahmen. Ich absolvierte den Aufstiegslehrgang in den gehobenen Dienst und durchlief danach verschiedene Stationen im Führungsdienst des Schutzbereichs Königs Wusterhausen. Anschließend war ich als Wachdienstführerin im WWD in Lübben eingesetzt.
Nach der Reform erhielt ich den Zuschlag als Wachdienstführerin im WWD der PI Königs Wusterhausen. Danach wurde ich für die Personalratsarbeit freigestellt – zunächst in Königs Wusterhausen, später in Cottbus.
Für ein Jahr nahm ich mir eine Auszeit vom Personalrat und unterstützte die PI Elbe-Elster als Dienstgruppenleiterin – eine Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin.
3. Warum möchtest du Personalrat werden/bleiben?
Ich möchte mich weiterhin für die Rechte meiner Kolleginnen und Kollegen einsetzen und mich stark machen für bessere Arbeitsbedingungen, Chancengleichheit, Personalentwicklung sowie Aufstieg und Weiterbildung – auch im Sinne der Nachwuchsgewinnung.
Zudem möchte ich bei der Gestaltung neuer Prozesse mitwirken und beim Aufbau einer zukunftsfähigen Polizei helfen.
Ich sehe mich weiterhin in der Vermittlerrolle zwischen der dienstlichen Leitung und unserem Personal – ein wichtiges und unverzichtbares Bindeglied.
4. Welche Themen sind dir als Personalrat besonders wichtig?
Grundsätzlich sind mir alle Themen wichtig, die an uns als Personalrat herangetragen werden. Dazu gehören die Verbesserung von Arbeitsbedingungen, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Unterstützung im Schadensfall, bei Regress- und Disziplinarmaßnahmen sowie bei personellen Einzelmaßnahmen.
Wenn es der Kollegin oder dem Kollegen wichtig ist und sie oder er sich hilfesuchend an den Personalrat wendet, stehen wir unterstützend zur Seite.
5. Was bedeutet dir die GdP – persönlich und beruflich?
Für mich ist die GdP Familie – meine große, grüne Gewerkschaft. Ein Ort der Geborgenheit, an dem ich immer kompetente Unterstützung durch Rat und Tat erhalte.
6. Was sollten deine Kolleginnen und Kollegen sonst noch über dich wissen?
Ich setze mich gern für meine Mitmenschen ein und kann Ungerechtigkeiten nur schwer ertragen. Der Umgang der Menschen miteinander lässt oft zu wünschen übrig – das macht mich traurig.
Inklusion liegt mir am Herzen.
Mit meiner direkten und gradlinigen Art komme ich nicht immer bei allen gut an, aber damit sind die Fronten schnell geklärt.
Nicht selten will ich mit dem Kopf durch die Wand und stoße mir die Hörner.
7. Was ist ein Satz, der dich beschreibt?
„Rückgrat beginnt im Kopf.“
„Oft ist weniger mehr.“
„Selbst ist die Frau.“
Und ich bin immer noch für Dich, für Euch im Einsatz!
Was ist der Personalrat?
Der Personalrat der Polizei Brandenburg hat die Aufgabe, die Interessen aller Polizeibeschäftigten in Brandenburg zu vertreten. Er setzt sich dafür ein, dass eure Rechte gewahrt und Sorgen ernst genommen werden. Ob bei Einstellungen, Versetzungen, Arbeitszeitregelungen oder Konflikten im Dienst – der Personalrat ist an eurer Seite und sorgt dafür, dass Mitbestimmung kein leeres Versprechen bleibt.
